Sonntag, 26. Juli 2026

Burg nach Laboe

25.07.2026

Zum Glück ist das Schießgebiet zwischen Fehmarn und Kiel bis Ende des Monats nicht im Betrieb, so kann der Fehmarnsund Weg befahren werden. Die Vorhersage ist nicht brillant, gegen 17:00 soll der Wind bis 7 Bft auffrischen und das gegen an. Um da nicht hineinzugeraten geht es schon um 06:00 Uhr los. Aus den letzten Erfahrungen mit den Vorhersagen fahre ich gleich im ersten Reff los. Obwohl ich die ganze Zeit hart am Wind segele komme ich gut voran. Leider verliere ich dann doch mehr Höhe und muss wenden. Mitten in der Wende gibt der Autopilot auf und das ist bei den Windverhältnis schon herausfordernd. Ein paar sm komme ich noch gut zurecht. Der Wind frischt deutlich zu früh auf und ich nutze ein paar Ruhepausen um die Segel zu bergen. So komme ich dann mit der Maschine mit zum Teil nur 2 Kn bei 6 Bft und guten Wellengang von vorne in Laboe an. Über die dort notwendige App finde ich schnell eine Box und lege bei sehr gemäßigten Bedingungen sicher an. 

Kurze Zeit später trifft dann Elke ein. Wir sehen uns endlich nach 6 Wochen wieder und das ist schön. Das Abendprogramm für Touristen bietet ein OpenAir Kino am Strand an und wir sehen den Problemfilm Top Gun Maverick. Den zweiten Film sparen wir uns, es ist schon etwas frisch geworden.

26.07.2026

Kein Wind, Regen, Nebel und so weit man sehen kann spiegelglattes Wasser. Wir bleiben im Hafen. 

Die DGzRS veranstaltet den Tag der Seenotretter. Direkt vor der Hafeneinfahrt ist ein Seenot Kreutzer und darüber ein Hubschrauber der jemanden abseilt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Übung bei solchen Bedingungen abgehalten. Zum einen weil es im Nebel gefährlich ist und zum anderen, weil es nur von denen betrachtet werden kann die direkt am Wasser stehen. 

Gedser nach Burg

24.07.2026

Der Törn nach Fehmarn ist nun nicht mehr so lang und im Gegensatz zum vorherigen Tag weht mal wenig Wind. So ist die Überfahrt einigermaßen langweilig. Der Hafen ist zwar auf der schönen Insel Fehmarn und im Nachbarhafen sind ne Menge Promis, ist aber zum Teil etwas abgerockt. Die Sanitäranlagen werden seit Jahren in einem Container zur Verfügung gestellt inklusive olfaktorischer Eindrücke. Aber im Gegensatz zur vielen Häfen zuvor ist er sehr günstig. Auch hier keine Bilder, seit dem letzten Mal hat sich nix verändert.

Klintholm nach Gedser

23.07.2026

Um das nicht ganz so attraktive Gedser zu übergehen steht ein sehr früh Start an. Es sind 65 sm und die Windvorhersage ist okay. Direkt nach der Hafenausfahrt können beide Segel hoch und die Maschine aus. Der Wind fiert auf und ich komme im Verlauf sehr gut voran. An der Südspitze Dänemark kippt es leider. Die Wellen werden hoch und der Wind nimmt zu. Nach wenigen Seemeilen an Gedser vorbei habe ich bis zu 26 Kn Wind genau gegen an und noch über 30 sm vor mir. Ich entscheide mich dann doch für das schöne Gedser. Auch wenn der Wind nicht mehr genau von vorne kommt ist die Fahrt nach Gedser unbequem. Im Hafen bekomme ich einen schönen Liegeplatz direkt am Steg. Im Laufe der näxten Stunden kommen viele Segelboot die sich vor dem Wetter schützen wollen. Selbstverständlich wird sich gegenseitig beim anlegen geholfen. So ziemlich alle haben Schwierigkeiten in die Dalbenboxen zu kommen, der Wind kommt direkt von der Seite. Kleinigkeiten gehen kaputt, deutliche Kommandos der Skipper werden kommuniziert, aber es klappt bei allen.

Aufgrund des Wetters und des anstrengenden Tages, ich stand die ganze Zeit am Ruder, verzichte ich auf erneute Erkundungen des Ortes und gehe früh in die Koje.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Skanör nach Klintholm

 21.07.2026

Es ist eindeutig die Heimreise, nun wiederholen sich die Häfen. Trotz 20 Knoten Wind gut mit segeln gestartet. Doch der Wind flaute immer weiter ab und nach 4 Stunden war es bei einer geschätzten Ankunftszeit von 21:00 Uhr vorbei mit segeln. Da die Häfen schon früh sehr voll sind wurde mit dem Motor weiter gefahren. Unterwegs gab es noch im Verkehrstrennungsgebiet eine Begegnung mit der Aida mar.

Aidamar
Aidamar

Klintholm war schon gut gefüllt, aber es gab noch einen guten Liegeplatz mit Dalben. Im Verlauf des späten Tages füllt sich jedoch der Hafen bis auf den letzten Platz. Ein Boot hat sogar draußen geankert. Die Bedingungen wurden dann aber deutlich schlechter. Es gab wieder viel Wind, auch im Hafen.

22.07.2026

Die frühe Vorhersage verhieß keine guten Bedingungen, wieder Hafentag. Keiner meiner Vorhersage Apps sagt die korrekte Windstärke voraus. Die Richtung kommt gut hin, aber der Wind ist meist deutlich stärker. Für den angestrebten Kurs sind die Wellen zu hoch und es würde bei 34 sm nur Amwind bedeuten. Das verschiebe ich mal auf morgen.
 

Malmö nach Skanör

19.07.2026

Das Törnziel ist Rodvik. Früh abgelegt mit moderaten Windverhältnis. Leider kippten die Bedingungen, die Wellen wurden immer höher und der Wind wurde immer stärker und mehr von vorne. Ich habe mich dann entschieden, dass Törnziel auf Skanör zu verschieben. Segeln war noch für eine Stunde möglich, dann war aber auch der kurze Törn vorbei. Auf der Hafeneinfahrt stand schon eine ordentliche Welle. Im Hafen selber war das Anlegemanöver wegen des starken Seitenwindes herausfordernd. In der Box ging es dann aber gut. Im Verlauf der Tages frischte der Wind immer weiter auf und ich habe zum Teil 6 Bft im Hafen gemessen. Der Hafen füllte sich zusehends, und so ziemlich alle Boote hatten beim Anlegemanöver Schwierigkeiten. Aber es waren so ziemlich immer helfende Hände zur Unterstützung von Land da. Aber es gab dadurch ein langanhaltendes interessantes Hafen Kino. 

20.07.2026

Der Wind hält an und das bedeutet abwettern im Hafen. Soviel gibt der Ort nicht her, war ich doch schon auf der Hinreise hier, deshalb auch keine neuen Bilder. Ein schöner Spaziergang rundete den Tag ab.

Höganäs nach Malmö

 17.07.2026

Malmö ist 40 sm entfernt und ich laufe früh aus. Auch der Stadthafen steht in dem Ruf schnell voll zu sein. Die Überfahrt gleicht dem letzten Törn, wenig Wind und der von vorne. Kurz vor der Hafeneinfahrt kommt dann endlich Wind mit 4 Bft. Der Stadthafen von Malmö liegt inmitten von Hochhäusern. So ist die Abdeckung vor dem Wind wunderbar, es wird auch sofort richtig heiß. Erlebt habe ich anschließend nach dem anstrengenden Tag nix mehr. 

18.07.2025

Nach der üblichen Bootspflege erkunde ich die Stadt.

Musik auf dem Weg in die Stadt
Musik auf dem Weg in die Stadt
Schönes Kinogebäude
Schönes Kinogebäude
In der Stadt habe ich einige Wandbilder und auch alte aufgemalte Werbung gesehen.
Wandgemälde
Wandgemälde
Von der Uni hat man einen sehr schönen Blick auf de Hafen und den Innenstadtnahen Gebäuden.
Blick von der Uni Malmö auf Hafen
Blick von der Uni Malmö auf Hafen
Im Bahnhof werden Zugfenster auf die Wand projiziert. Der Eindruck ist wirklich so als würde man im Zug sitzen und die Landschaft zieht an einem vorbei.
Projizierte Zugfenster am Bahnsteig
Projizierte Zugfenster am Bahnsteig


Samstag, 18. Juli 2026

Halmstad nach Höganäs

16.07.2026

Die Vorhersage bringt Windschwäche zu Tage. Ich habe selten eine so konstante Windstärke von 0 bis 3 Knoten erlebt. Da segeln unter diesen Umständen und der Entfernung nicht zielführend ist, wurde der Motor bemüht. Es war nahezu wolkenlos und einigermaßen langweilig, ich habe dann am Steuerstand gelesen. 

Wolkenloser Himmel
Wolkenloser Himmel

Der Hafen von Höganäs steht in dem Ruf schnell und früh, bei nicht vielen zur Verfügung stehenden Liegeplätzen, voll zu sein. Als ich in dem Hafen eingelaufen bin, suchten schon drei weitere Boote geeignete Plätze. Ich habe dann einfach den näxten freien Platz gewählt ohne großartig wählerisch zu sein. 

Hafenbild
Hafenbild

Der Motortag war wegen der Hitze ziemlich anstrengend, sodass ich erst gegen Abend Lust verspürte mir den Ort anzuschauen. Es ist Badeort mit der zu erwartenden Menge an Badegästen, Lautstärke und Touristengeschäften. Das war nicht so sehr meins. 

Temperaturanzeige
Temperaturanzeige
Lustig fand ich dann noch die Kunst am Rande.
Schwebender Hund
Schwebender Hund



Mittwoch, 15. Juli 2026

Falkenberg nach Halmstad

14.07.2026

Der Segeltag beginnt mit Einem besuch an der nahegelegenen Tanke. Ich tanke 55 l für 92 €, so günstig war es schon lange nicht mehr. Wieder kann ich noch in Hafen die Segel setzen. Es war zwar nicht viel Wind vorhergesagt, aber ich habe mir vorgenommen auch bei wenig Wind zu segeln. Anders als in der Vorhersage ist der Wind aber stabil bei 8 bis 10 Knoten und ich komme zügig mit sehr viel Freude voran. 

Segeln bei schönsten Bedingungen
Segeln bei schönsten Bedingungen

Ich teste erstmalig Musik hören während des Segelns und die groovige Musik ist bei schönsten Wetter beglückend. Nachdem der Wind wirklich gut durchgehalten hat, steigert er sich vor der Hafeneinfahrt auf gute 16 Knoten. Aber auch hier liegt der Hafen am Fluss Nissan in den ich ein gutes Stück reinfahre. Im Hafen selber ist die Abdeckung so groß, dass der Wind nicht mehr durchkommt und mir ein entspanntes Anlegen ermöglicht. Dieses mal bin ich an einem Industriegebiet vorbei gekommen und die Hafen Umgebung ist angenehm. Über eine Brücke gelange ich in die Innenstadt die überraschend groß ist.

Funfact: Man darf kostenlos vor der Flussmündung des Nissan angeln, aber nur in Richtung des Meeres. Angelt man in Richtung des Nissan benötigt man einen kostenpflichtigen Angelschein.

Hier genieße ich den wohl zweit teuersten Döne ever. 12 €, aber er war legger und mal eine Abwechslung zu meinen Kochkünsten.

Döner
Döner
Auffällig finde ich die Architektur der Bibliothek, sie erinnert mich an eine Seebrücke oder auch an die Badeanstalt.
Bibliothek
Bibliothek
15.07.2026


Der 200ste Post

Der letzte Eintrag war mein 200ster Post in meinem Blog. Dieser dient nicht nur für mich als Erinnerung an meine längeren Törns sondern auch Interessierten die gerne teilhaben wollen.

Das haben zu meiner Überraschung viele Leute genutzt. Ich habe den Link nur wenigen weitergegeben aber der Blog ist frei im Internet verfügbar. Das ist die heutige Statistik.

Statistik bis heute
Statistik bis heute

Vielen Dank für Euer Interesse, damit habe ich nicht gerechnet. Über 16555 Zugriffe finde ich wirklich enorm.

Varberg nach Falkenberg

13.07.2026

Mein Ablegemanöver wird deutlich vereinfacht, da die Boote die mich erfolgreich eingekesselt haben morgens schon abgelegt haben. Noch im Hafen setzte ich die Segel und bin guter Dinge. Doch der Wind lässt immer mehr nach und ich nutze die Restgeschwindigkeit von 0,2 Knoten um meinen Lieblingsblinker beim Angeln dem Meeresgrund zu übergeben. Ich starte den Motor um nach einer halben Stunde zu merken: "Wind is back". Schnell die Segel gesetzt und bis vor die näxte Hafeneinfahrt das segeln genießen. Der Hafen in Falkenberg zieht sich etwas einen Fluss hoch und endet noch in einem Industriegebiet. Ich bin einigermaßen entsetzt, habe aber keine Lust mehr mir einen anderen Hafen zu suchen. Mir werden freundlich die Leinen abgenommen und der Hafen an sich ist okay.

Ein Spaziergang von ca 2 km führt mich dann aber in eine überraschend schöne Stadt. Die Altstadt ist ansprechend und ich entdecke eines der Wahrzeichen von Falkenberg: eine alte Brücke.

Alte Brücke
Alte Brücke
Den Abend verbringe ich dann mit Lesen auf der Achterdeck und genieße den Sonnenuntergang mit Ausblick auf eine Werft.
Ausblick auf Werft
Ausblick auf Werft