Mittwoch, 22. Juli 2026

Skanör nach Klintholm

 21.07.2026

Es ist eindeutig die Heimreise, nun wiederholen sich die Häfen. Trotz 20 Knoten Wind gut mit segeln gestartet. Doch der Wind flaute immer weiter ab und nach 4 Stunden war es bei einer geschätzten Ankunftszeit von 21:00 Uhr vorbei mit segeln. Da die Häfen schon früh sehr voll sind wurde mit dem Motor weiter gefahren. Unterwegs gab es noch im Verkehrstrennungsgebiet eine Begegnung mit der Aida mar.

Aidamar
Aidamar

Klintholm war schon gut gefüllt, aber es gab noch einen guten Liegeplatz mit Dalben. Im Verlauf des späten Tages füllt sich jedoch der Hafen bis auf den letzten Platz. Ein Boot hat sogar draußen geankert. Die Bedingungen wurden dann aber deutlich schlechter. Es gab wieder viel Wind, auch im Hafen.

22.07.2026

Die frühe Vorhersage verhieß keine guten Bedingungen, wieder Hafentag. Keiner meiner Vorhersage Apps sagt die korrekte Windstärke voraus. Die Richtung kommt gut hin, aber der Wind ist meist deutlich stärker. Für den angestrebten Kurs sind die Wellen zu hoch und es würde bei 34 sm nur Amwind bedeuten. Das verschiebe ich mal auf morgen.
 

Malmö nach Skanör

19.07.2026

Das Törnziel ist Rodvik. Früh abgelegt mit moderaten Windverhältnis. Leider kippten die Bedingungen, die Wellen wurden immer höher und der Wind wurde immer stärker und mehr von vorne. Ich habe mich dann entschieden, dass Törnziel auf Skanör zu verschieben. Segeln war noch für eine Stunde möglich, dann war aber auch der kurze Törn vorbei. Auf der Hafeneinfahrt stand schon eine ordentliche Welle. Im Hafen selber war das Anlegemanöver wegen des starken Seitenwindes herausfordernd. In der Box ging es dann aber gut. Im Verlauf der Tages frischte der Wind immer weiter auf und ich habe zum Teil 6 Bft im Hafen gemessen. Der Hafen füllte sich zusehends, und so ziemlich alle Boote hatten beim Anlegemanöver Schwierigkeiten. Aber es waren so ziemlich immer helfende Hände zur Unterstützung von Land da. Aber es gab dadurch ein langanhaltendes interessantes Hafen Kino. 

20.07.2026

Der Wind hält an und das bedeutet abwettern im Hafen. Soviel gibt der Ort nicht her, war ich doch schon auf der Hinreise hier, deshalb auch keine neuen Bilder. Ein schöner Spaziergang rundete den Tag ab.

Höganäs nach Malmö

 17.07.2026

Malmö ist 40 sm entfernt und ich laufe früh aus. Auch der Stadthafen steht in dem Ruf schnell voll zu sein. Die Überfahrt gleicht dem letzten Törn, wenig Wind und der von vorne. Kurz vor der Hafeneinfahrt kommt dann endlich Wind mit 4 Bft. Der Stadthafen von Malmö liegt inmitten von Hochhäusern. So ist die Abdeckung vor dem Wind wunderbar, es wird auch sofort richtig heiß. Erlebt habe ich anschließend nach dem anstrengenden Tag nix mehr. 

18.07.2025

Nach der üblichen Bootspflege erkunde ich die Stadt.

Musik auf dem Weg in die Stadt
Musik auf dem Weg in die Stadt
Schönes Kinogebäude
Schönes Kinogebäude
In der Stadt habe ich einige Wandbilder und auch alte aufgemalte Werbung gesehen.
Wandgemälde
Wandgemälde
Von der Uni hat man einen sehr schönen Blick auf de Hafen und den Innenstadtnahen Gebäuden.
Blick von der Uni Malmö auf Hafen
Blick von der Uni Malmö auf Hafen
Im Bahnhof werden Zugfenster auf die Wand projiziert. Der Eindruck ist wirklich so als würde man im Zug sitzen und die Landschaft zieht an einem vorbei.
Projizierte Zugfenster am Bahnsteig
Projizierte Zugfenster am Bahnsteig


Samstag, 18. Juli 2026

Halmstad nach Höganäs

16.07.2026

Die Vorhersage bringt Windschwäche zu Tage. Ich habe selten eine so konstante Windstärke von 0 bis 3 Knoten erlebt. Da segeln unter diesen Umständen und der Entfernung nicht zielführend ist, wurde der Motor bemüht. Es war nahezu wolkenlos und einigermaßen langweilig, ich habe dann am Steuerstand gelesen. 

Wolkenloser Himmel
Wolkenloser Himmel

Der Hafen von Höganäs steht in dem Ruf schnell und früh, bei nicht vielen zur Verfügung stehenden Liegeplätzen, voll zu sein. Als ich in dem Hafen eingelaufen bin, suchten schon drei weitere Boote geeignete Plätze. Ich habe dann einfach den näxten freien Platz gewählt ohne großartig wählerisch zu sein. 

Hafenbild
Hafenbild

Der Motortag war wegen der Hitze ziemlich anstrengend, sodass ich erst gegen Abend Lust verspürte mir den Ort anzuschauen. Es ist Badeort mit der zu erwartenden Menge an Badegästen, Lautstärke und Touristengeschäften. Das war nicht so sehr meins. 

Temperaturanzeige
Temperaturanzeige
Lustig fand ich dann noch die Kunst am Rande.
Schwebender Hund
Schwebender Hund



Mittwoch, 15. Juli 2026

Falkenberg nach Halmstad

14.07.2026

Der Segeltag beginnt mit Einem besuch an der nahegelegenen Tanke. Ich tanke 55 l für 92 €, so günstig war es schon lange nicht mehr. Wieder kann ich noch in Hafen die Segel setzen. Es war zwar nicht viel Wind vorhergesagt, aber ich habe mir vorgenommen auch bei wenig Wind zu segeln. Anders als in der Vorhersage ist der Wind aber stabil bei 8 bis 10 Knoten und ich komme zügig mit sehr viel Freude voran. 

Segeln bei schönsten Bedingungen
Segeln bei schönsten Bedingungen

Ich teste erstmalig Musik hören während des Segelns und die groovige Musik ist bei schönsten Wetter beglückend. Nachdem der Wind wirklich gut durchgehalten hat, steigert er sich vor der Hafeneinfahrt auf gute 16 Knoten. Aber auch hier liegt der Hafen am Fluss Nissan in den ich ein gutes Stück reinfahre. Im Hafen selber ist die Abdeckung so groß, dass der Wind nicht mehr durchkommt und mir ein entspanntes Anlegen ermöglicht. Dieses mal bin ich an einem Industriegebiet vorbei gekommen und die Hafen Umgebung ist angenehm. Über eine Brücke gelange ich in die Innenstadt die überraschend groß ist.

Funfact: Man darf kostenlos vor der Flussmündung des Nissan angeln, aber nur in Richtung des Meeres. Angelt man in Richtung des Nissan benötigt man einen kostenpflichtigen Angelschein.

Hier genieße ich den wohl zweit teuersten Döne ever. 12 €, aber er war legger und mal eine Abwechslung zu meinen Kochkünsten.

Döner
Döner
Auffällig finde ich die Architektur der Bibliothek, sie erinnert mich an eine Seebrücke oder auch an die Badeanstalt.
Bibliothek
Bibliothek
15.07.2026


Der 200ste Post

Der letzte Eintrag war mein 200ster Post in meinem Blog. Dieser dient nicht nur für mich als Erinnerung an meine längeren Törns sondern auch Interessierten die gerne teilhaben wollen.

Das haben zu meiner Überraschung viele Leute genutzt. Ich habe den Link nur wenigen weitergegeben aber der Blog ist frei im Internet verfügbar. Das ist die heutige Statistik.

Statistik bis heute
Statistik bis heute

Vielen Dank für Euer Interesse, damit habe ich nicht gerechnet. Über 16555 Zugriffe finde ich wirklich enorm.

Varberg nach Falkenberg

13.07.2026

Mein Ablegemanöver wird deutlich vereinfacht, da die Boote die mich erfolgreich eingekesselt haben morgens schon abgelegt haben. Noch im Hafen setzte ich die Segel und bin guter Dinge. Doch der Wind lässt immer mehr nach und ich nutze die Restgeschwindigkeit von 0,2 Knoten um meinen Lieblingsblinker beim Angeln dem Meeresgrund zu übergeben. Ich starte den Motor um nach einer halben Stunde zu merken: "Wind is back". Schnell die Segel gesetzt und bis vor die näxte Hafeneinfahrt das segeln genießen. Der Hafen in Falkenberg zieht sich etwas einen Fluss hoch und endet noch in einem Industriegebiet. Ich bin einigermaßen entsetzt, habe aber keine Lust mehr mir einen anderen Hafen zu suchen. Mir werden freundlich die Leinen abgenommen und der Hafen an sich ist okay.

Ein Spaziergang von ca 2 km führt mich dann aber in eine überraschend schöne Stadt. Die Altstadt ist ansprechend und ich entdecke eines der Wahrzeichen von Falkenberg: eine alte Brücke.

Alte Brücke
Alte Brücke
Den Abend verbringe ich dann mit Lesen auf der Achterdeck und genieße den Sonnenuntergang mit Ausblick auf eine Werft.
Ausblick auf Werft
Ausblick auf Werft

 


Sonntag, 12. Juli 2026

Vränglo nach Varberg

 11.07.2026

Es sind 35 sm zu bewältigen und mit den Erfahrungen aus dem Hafen in Vränglo, der schon gegen Mittag sehr voll war, starte ich schon vor 08:00 in den Tag. Die Windvorhersage stimmte soweit, wenig Wind und der von vorne. Nach dem Mittag habe ich noch das Vorsegel zur Unterstützung gesetzt, viel hat es aber nicht gebracht. Im Hafen habe ich mich erst auf ein Dalbenmanöver vorbereitet, habe aber überraschend einen Platz am Steg gefunden. Noch einen Meter weiter und ich hätte auf der belebten Flaniermeile gestanden.

Liegeplatz mit Publikumsverkehr
Liegeplatz mit Publikumsverkehr

In Sichtweite liegt das Badehaus  über das in der Mare TV Folge über Halland ausführlich berichtet wurde.

Altehrwürdiges Badehaus
Altehrwürdiges Badehaus

Des Weiteren verfügt Varberg über eine Festung, vielen Eisläden und einen sehr gut sortierten Supermarkt. Das erste Mal, dass ich bis um 23:15 draußen sitze, so angenehm ist es. Prima!

12.07.2026
Ein weiterer Hafentag mit einigen Spaziergängen. Hinauf zur Festung, hinein war es mir zu warm.

Festung in Varberg
Festung in Varberg

Die Hitzewelle kommt nun auch in Varberg an. Nun ist es fast zu warm für viele Aktionen. Es ist sicherlich unvernünftig, aber die Schweden haben ganz offensichtlich viel Freude an amerikanischen Oldtimern. So kommt nicht nur einmal eine altes offenes Cabrio mit lauter Musik an mir vorbei.

Schönes Cabrio
Schönes Cabrio

Den Rest des Tages verdaddel ich mit lesen und vor der Sonne flüchten.

Freitag, 10. Juli 2026

Källö Knippla nach Vränglo

 09.07.2026

Mit den andern Seglern aus Travemünde habe ich mich verabredet weiter zu segeln. Direkt frühmorgens nach dem Hafen habe ich das Segel gesetzt und es ging auch tatsächlich. Die Freude währte leider nicht lange, nach 3 sm betrug die Fahrt nur noch 0,8 Knoten und ich ließ den Jockel wieder ran. Das zwischenzeitliche Angeln führte auch dieses Mal nicht zu einem Festessen. Im Hafen gab es trotz der Frühe am Tag schon Platzmangel und ich musste eine Weile cruisen um einen geeigneten Liegeplatz zu finden. Dankeswerter Weise hat mir die Seglerin aus Travemünde beim Anlegen an der Heckboje die Vorleinen entgegengenommen.

Im Hafen selber habe ich dann ein starkes WLAN gefunden, dass jedoch ein Passwort verlangte. Da das nicht auf den Quittungen für die Hafengebühr vermerkt war, ging ich zu einem Haus ganz in der Nähe. Da stand eine Tür auf und ich konnte eine Küche sehen. Das wird dann wohl das öffentlich Hafenhaus sein und ich trat ein. Dort saß ein Mann, der mir freundlicherweise das Passwort nennen konnte. Nachdem wir uns auf die gemeinsame Sprache Deutsch geeinigt haben, wurde das Gespräch auch flüssiger. Dann stellte sich jedoch heraus, dass das Gebäude mitnichten zum öffentlichen Teil des Hafen gehört sondern eine Ferienwohnung ist. Mein selbstbewusstes Eintreten in die Wohnung wurde mir aber nicht krumm genommen, ich habe mich auch mehrfach entschuldigt. Es führte dann noch zu einem interessanten Smalltalk. In dem kleinen Supermarkt konnte ich die fehlenden Lebensmittel ergänzen und habe mir auch noch eine kleine Fikka gegönnt.

Blick vom Felsen
Blick vom Felsen
Blick vom Felsen auf den Hafen
Blick vom Felsen auf den Hafen

10.07.2026

Es kommt kein Wind, das Wetter ist schön - ich bleibe noch einen Tag. Nach den üblichen morgen und tagesübliches Prozeduren unternehme ich eine kleine Wanderung in ein nahes Naturschutzgebiet. Vorbei am dörflichen Friedhof mit überschaubar vielen Gräbern und am öffentlichen Schwimmbad in der See geht es einen gut gepflegten Weg ins Naturschutzgebiet. Nach einer Weile kommt eine sehr schöne und gut besuchte Badebucht und ich entschließe mich auf den Felsen entlang des Wassers weiter zu gehen. Es folgen mehrere Badebuchten bis ich an eine seichte Ankerbucht gelange.

Seichte Ankerbucht
Seichte Ankerbucht

Nachdem es auf den Felsen am Wasser nicht weitergeht spaziere ich durch den angrenzenden Wald auf einem angedeuteten Weg. Nach einer Weile stellte sich jedoch heraus, dass die Andeutung eine Fehlinterpretation war. Ich hatte mich tatsächlich im Wald verlaufen. Dank einer der üblichen Navigations Apps konnte ich mich wieder orientieren und kam wieder auf den richtigen Pfad. Zu meiner Überraschung taucht unvermittelt, fernab jeglicher Zivilisation, ein Tisch auf.  

Tisch
Tisch
Ich blieb dann aber dem Pfad treu und bin wieder gut auf SWIM angekommen. Am Abend habe ich mich noch von den Travemündern verabschiedet. Wir hatten nun diverse gemeinsame Häfen und sie wollen über Dänemark in ihren Heimathafen zurück.


Nordön nach Källö Knippla

 08.07.2026

Ich hatte mir die Insel Rörö als näxtes Ziel herausgesucht. Der stolze Preis von 230 Kronen für Strom über Nacht ließen mich auf eine andere und günstigere Schäre ausweichen. Der Weg ist nicht weit und ich konnte ihn komplett segeln. Das hebt meine Stimmung ungemein, stimmte doch so ziemlich alles. Auf Knippla fand ich schnell einen guten Liegeplatz. Über ein interessantes Gespräch auf dem Steg in Nordön habe ich erfahren, dass die Schären Hyppels, Büro, Rörö und Knippla über eine kostenlose Fahre verbunden sind. Die habe ich genutzt um mir auch Rörö anzuschauen. Auch der Fahrplan der Fähre ist der Digitalisierung zum Opfer gefallen. Rörö ist eine sehr schöne Schäre mit einem ausgeprägten Naturschutzgebiet.

Hütte am Strand
Hütte am Strand
Schuhkunst am Strand
Schuhkunst am Strand
Am Ende des Wanderweges durch das Naturschutzgebiet liegt ein antikes Steinlabyrinth. Davon abgesehen dass die Wanderung über die Felsen einigermaßen mühselig war, ist das Labyrinth gleichermaßen klein wie enttäuschend. Es war kaum zu erkennen und auch andere Wanderer zeigten sich mäßig begeistert.
Antikes Steinlabyrinth
Antikes Steinlabyrinth
Interessant ist das Ausblick auf Hyppels. Auf der Schäre war ich auf der Hinreise und habe einen alten Bunker hoch oben auf den Felsen erklommen. Auch die Rückfahrt mit der Fähre war aufschlussreich, konnte ich dann auch die anderen Schären kurz aus der Nähe sehen.