09.07.2026
Mit den andern Seglern aus Travemünde habe ich mich verabredet weiter zu segeln. Direkt frühmorgens nach dem Hafen habe ich das Segel gesetzt und es ging auch tatsächlich. Die Freude währte leider nicht lange, nach 3 sm betrug die Fahrt nur noch 0,8 Knoten und ich ließ den Jockel wieder ran. Das zwischenzeitliche Angeln führte auch dieses Mal nicht zu einem Festessen. Im Hafen gab es trotz der Frühe am Tag schon Platzmangel und ich musste eine Weile cruisen um einen geeigneten Liegeplatz zu finden. Dankeswerter Weise hat mir die Seglerin aus Travemünde beim Anlegen an der Heckboje die Vorleinen entgegengenommen.
Im Hafen selber habe ich dann ein starkes WLAN gefunden, dass jedoch ein Passwort verlangte. Da das nicht auf den Quittungen für die Hafengebühr vermerkt war, ging ich zu einem Haus ganz in der Nähe. Da stand eine Tür auf und ich konnte eine Küche sehen. Das wird dann wohl das öffentlich Hafenhaus sein und ich trat ein. Dort saß ein Mann, der mir freundlicherweise das Passwort nennen konnte. Nachdem wir uns auf die gemeinsame Sprache Deutsch geeinigt haben, wurde das Gespräch auch flüssiger. Dann stellte sich jedoch heraus, dass das Gebäude mitnichten zum öffentlichen Teil des Hafen gehört sondern eine Ferienwohnung ist. Mein selbstbewusstes Eintreten in die Wohnung wurde mir aber nicht krumm genommen, ich habe mich auch mehrfach entschuldigt. Es führte dann noch zu einem interessanten Smalltalk. In dem kleinen Supermarkt konnte ich die fehlenden Lebensmittel ergänzen und habe mir auch noch eine kleine Fikka gegönnt.
Blick vom Felsen
Blick vom Felsen auf den Hafen
10.07.2026
Es kommt kein Wind, das Wetter ist schön - ich bleibe noch einen Tag. Nach den üblichen morgen und tagesübliches Prozeduren unternehme ich eine kleine Wanderung in ein nahes Naturschutzgebiet. Vorbei am dörflichen Friedhof mit überschaubar vielen Gräbern und am öffentlichen Schwimmbad in der See geht es einen gut gepflegten Weg ins Naturschutzgebiet. Nach einer Weile kommt eine sehr schöne und gut besuchte Badebucht und ich entschließe mich auf den Felsen entlang des Wassers weiter zu gehen. Es folgen mehrere Badebuchten bis ich an eine seichte Ankerbucht gelange.
Seichte Ankerbucht
Nachdem es auf den Felsen am Wasser nicht weitergeht spaziere ich durch den angrenzenden Wald auf einem angedeuteten Weg. Nach einer Weile stellte sich jedoch heraus, dass die Andeutung eine Fehlinterpretation war. Ich hatte mich tatsächlich im Wald verlaufen. Dank einer der üblichen Navigations Apps konnte ich mich wieder orientieren und kam wieder auf den richtigen Pfad. Zu meiner Überraschung taucht unvermittelt, fernab jeglicher Zivilisation, ein Tisch auf.
Tisch
Ich blieb dann aber dem Pfad treu und bin wieder gut auf SWIM angekommen. Am Abend habe ich mich noch von den Travemündern verabschiedet. Wir hatten nun diverse gemeinsame Häfen und sie wollen über Dänemark in ihren Heimathafen zurück.