Donnerstag, 2. Juli 2026

Hunnebostrand nach Henan

 01.07.2026

Das viele motoren zeigt sich im Dieselfüllstand, er soll wieder erhöht werden. Ich muss erstmal im Internet recherchieren,ob der unterschiedlich Beimengungen von Bioanteilen. Eine gestrige Nachfrage an der Tankstelle ergab jedoch, dass es sich um Marinediesel handelt, also bestens geeignet. Ich fahre gleich morgens zur Tanke um dann festzustellen dass ich nicht adäquat mit dem Tankgerät umgehen kann, es kommt trotz Reservierung mit der Kreditkarte kein Diesel. Ich warte dann eine dreiviertel Stunde auf den jugendlichen Tankwartgehilfen, der leider auch kein Profi ist. Auf telefonische Anweisung des Chefs versuche ich es noch zweimal und dann war die Technik mir hold, der Diesel floss. Ich wollte nicht einfach die näxte Tanke anfahren, hatte ich doch 100€ reserviert, die hätte dann in meiner Befürchtung der näxte auf meine Kosten nutzen können.

Die Fahrt begann gleich sehr aufregend, fuhr ich doch einen sehr schmalen und flachen kleinen Sund entlang. Gefühlt links und rechts 2 Meter bis zu Ufer und max. 2 Meter tief. Die Karte hat ihr okay gegeben. Man hätte den Leuten die links in den Fischerhütten waren fast die Hand geben können.

Enges Fahrwasser
Enges Fahrwasser

Das richtig enge Fahrwasser habe ich nicht fotografiert, das war zu eng um abgelenkt zu sein.

Nach einiger Zeit war der Kurs günstig und ich konnte endlich mal wieder segeln. Das Vorsegel reichte um mit 4 bis 5 Knoten voran zu kommen. Ich habe dann auch selbst gesteuert um nur die Segelgeräusche zu hören und nicht noch das Geräusch des Autopiloten. Das war mal wieder richtig schön und Balsam für meine Seele. Ich wurde von mehreren Skandinavische Boote überholt. Die meisten hatten alle Segel gesetzt und trotzdem den  Motor an. Sehr merkwürdig...

Die näxte Herausforderung war eine Brücke mit angegebener Durchfahrtshöhe von 15,4 Meter. Die Höhe der SWIM beträgt 14,6 Meter. Passt also, es war trotzdem sehr spannend, der Wasserstand kann ja auch mal schwanken und ich habe mich fast nur unter der Brücke treiben lassen um schnell reagieren zu können. Der Weg zum Zielhafen führte mich unter anderem durch viele kleine und enge betonnte Fahrwasser. Das war manchmal so eng, dass der Gegenverkehr warten muss. Das bei schönsten Wetter und  links und rechts Felsen war ein sehr schönes Erlebnis. Die Schweden haben an vielen Stellen Strände angelegt, Holzterassen gebaut, Badeleitern angebracht und genießen das Sommerleben in den Schären. Dann gab es auch mal wieder Stellen da bin ich fast am Felsen vorbeigekommen und hatte 25 Meter Wassertiefe. Das ist mehr als das Jadefahrwasser.

In Henân angekommen war der Steg noch fast leer, aber die Holländer die kurz vor mir angelegt haben waren mir auch hilfreich beim anlegen mit den Dalben. Gegen Abend gesellte sich noch eine deutsche Halberg Rassy neben mich und es gab wieder erfreuliche Geselligkeit. Die Wettervorhersage war nicht so gut, soll es doch den folgenden Tag ab mittags ergiebig regnen. 

Sonnenuntergang bei schönem Wetter
Sonnenuntergang bei schönem Wetter

02.07.2026

Ausblick morgens
Ausblick morgens
Bevor der Regen einsetzt schaue ich mir noch die Auslieferungstätte von Najad an. Die Yachten werden ein halbe Stunde zu Fuß entfernt gebaut und hier Wasserfertig gemacht. Da liegen viel schöne Boote rum die toll anzuschauen sind. Aber mal abgesehen vom Preiß sind mir die meisten auch zu groß, die scheinen mir für die kleinen und zum Teil flachen Schären kaum geeignet.

Mittags fängt dann der ergiebige Regen an.

Resö nach Hunnebostrand

 30.06.2026

In Resö habe ich ein deutsches Paar kennen gelernt. Es stellt sicher heraus, dass wir das gleiche Ziel für den heutigen Tag haben. Auch sie haben das Problem das sie nicht segeln sondern auch nur motoren. So verläuft dann auch der aktive Teil des Tages. Auf dem Wasser ist mir wiederholt aufgefallen, dass es viele braune Algenteppiche gibt. das sieht nicht ganz so schön aus und hat zur Folge, dass ich jeden Abend den Seewasserfilter reinigen muss. In Hunnebostrand nehmen mir am Steg die bekannten Gesichter die Leine ab. Es gibt auch ein gemeinsames Anlegebier und ungewohnte Geselligkeit.

Am frühen Abend gehe ich noch einkaufen und erkunde die Gegend. Auch hier in Hafennähe kann man Kunst betrachten, Granit gibt es hier in unbegrenzten Ausmaß.

Kunst
Kunst
Kunst
Kunst
Auch eine für mich ungewöhnliche Kirchenarchitektur habe ich gesehen.
Kirche
Kirche


Skärhalden nach Resö

 28.06.2026

Da es mir n Skärhalden so gar nicht gefällt, mache ich mich trotz fehlenden Windes früh auf die Reise. An den tiefen stellen lasse ich mich treiben und fordere erneut erfolglos mein Angelglück heraus. Nachdem ich nach einer Stunde ein Einsehen mit dem fehlenden Glück habe, geht es weiter. In Resö habe ich die fast freie Wahl an den Stegen, nur ein Motorboot ist vor mir da. Ein elegantes Manöver am Steg und ein geschmeidiges festmachen runden den Wassersporttag ab. Der Hafen ist nicht wirklich sehr groß, nimmt aber ordentlich Geld. Ich habe den Hafen ausgewählt, weil es eine Waschmaschine und auch ein Wlan gibt. Die Stromkosten waren exorbitant, fast 10 € für die Stromversorgung, Waschmaschine und Trockner extra bezahlen und die warme Dusche auch. Ich hatte dann Redebedarf mit dem Hafenmeister. Es ist mir ja etwas unangenehm als meckernder Tourist hier aufzulaufen, aber meine Schmerzgrenze war nun überschritten. Die Diskussion mit dem Hafenmeister ergab Verständnis, das Versprechen die Rückmeldung weiterzuleiten und das Geld für Trockner und Waschmaschine. Das ich die Dusche bezahlen muss, habe ich erst erfahren als ich drunter stand und das Abwesenheit des warmes Wasser bemerkte.

Im Verlauf des Tages füllte sich der Hafen immer mehr, ein Blick auf den schwedischen Wetterdienst lieferte dann auch den Grund. Es ist bei strahlenden Sonnenschein Wind von 6 Bft mit Böen bis 9 Bft  mit Wellen über 2 Meter vorhergesagt.

Gut gefüllter Hafen
Gut gefüllter Hafen
Es scheint hier in der Gegend deutlich mehr aktive Fischer zu geben. Ich bin jetzt in einigen Häfen gewesen in denen Fischerutensilien auf aktiven Gebrauch schließen lassen.
Fischerutensilien und Moped
Fischerutensilien und Moped

29.06.2026 

Die Wettervorhersage erwies sich als zutreffend. Ich habe den ganzen Tag im Boot verbracht und regelmäßig die Fender zu kontrollieren und neu auszurichten. Trotz Sonnenschein konnte man nicht draußen sitzen. Zum Glück kam die angekündigte Wellenhöhe im Hafen nicht an, der wind jedoch schon. Auf dem Bild ist nur der blaue Himmel erkennbar, ein paar Schaukronen sind kaum zu erkennen.

Unsichtbarer Wind
Unsichtbarer Wind