Donnerstag, 10. Oktober 2019

Laboe nach Rendsburg

09.10.2019

Nachdem der erste Regen des Tages sich verzogen hat steht noch ein Besuch beim Hafenmeister an. Die Servicekarte hat immerhin 10 € Pfand. Dann mit 5 Bft Gegenwind ablegen. In der Förde wird es noch etwas ungemütlicher, sind doch noch einige kräftige Böen unterwegs. Vor der Schleuse bin ich der erste und dann heißt es abwarten. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir schon acht Boote die ihre Kreise ziehen um im kräftigen Wind nicht all zuweit zu vertreiben. Als die Schleuse öffnet, setzt sich der Tross wie von Geisterhand schnellstens in Bewegung. Wir sind zu acht und die Schleuse ist über hundert Meter lang, da muss man echt Angst haben nicht rein zukommen. Ich lege mit nur einer Leine an der Mittelklampe an. Klappt prima, die SWIM liegt gut und ich kann die eingesparte Zeit nutzen das Boot weiter aufzuklaren und ein letztes Mal zu lenzen. Die Schleuse öffnet und die Sportboot verlassen zuerst die Schleuse. Am näxten Anleger fahren nur noch drei Boote weiter, viele wollen wohl ins Winterlager denn in der Nähe steht schon ein Kran. Kanalfahrt ist so lala, es gibt viel zu sehen, aber man hat nicht viele Freiheitsgrade beim fahren. Segeln ist verboten, nur Stützsegel sind erlaubt. Das macht bei Wind direkt von vorne nur bedingt Sinn. 
Kanalfahrt
Ich fahre bis Rendsburg, dort gibt es einen Hafen in Innenstadtnähe mit einer Tankstelle. Die Kuttercrew die vor mir angelegt hat nimmt mir eine Leine ab und versorgt mich mit Infos. Die Hafenmeisterin soll um 15:30 kommen. Also nur kurz warten. Ein Spaziergang zum Infobrett bringt mir die Erkenntnis, das die Hafenmeisterin doch erst um 17:30 kommen will. Auch ein Telefongespräch lässt sie nicht früher kommen. Dann warten. Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit und einem Kaffee stellt sich die Hafenmeisterin in Form eines freundlichen Jugendlichen vor. Egal, es geht weiter. Nach dem tanken und einem klärenden Gespräch über die Tiefen im Hafen mache ich an dem mir zugewiesenen Steg fest. 
Schnell in die Ausgehklamotten und ab in die Stadt. Rendsburg hat eine überraschend schöne Altstadt. Da ist auch noch eine alte Kirche mit kleinen Gässchen. Insgesamt sehr anschaulich. Allerdings hat die Stadt ungewöhnlich viel Leerstand. Da sind doch einige Geschäfte schon des längeren geschlossen, obwohl die Lage mehr als gut erscheint. Das trübt den Blick auf die eigentlich schöne Stadt doch erheblich. 

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